Eine 35-jährige Britin leidet wohl unter dem äusserst seltenen Fremdsprachensyndrom. Das Kennzeichen dieser Erkrankung ist es, dass man nach einer Gehirnverletzung oder einem Schlaganfall plötzlich in einem fremden Tonfall redet.
Bei der Britin war es jedoch weder ein Schlaganfall noch eine Gehirnverletzung, sondern ein dramatischer Mirgräneanfall, nach dem sie nun jetzt in einem seltsam hohen, quietischigen Tonfall mit chinesischem Akzent spricht. Sogar ihre eigene Mutter erkannte sie am Telefon nicht wieder. Das Fremdsprachenakzent-Syndorm ist eine äusserst seltenen Erkrankung, von der bisher weltweit nur eine Handvoll Fälle beschrieben wurden. einer der bekanntesten Fälle des Fremdsprachensyndroms war der Fall einer Norwegerin, welche 1941 eine schwere Kopfverletzung erlitt und fortan mit deutschem Akzent sprach. In ihrer Gemeinde wurde sie daraufhin für eine deutsche Spionin gehalten.
Übrigens: Die vom Fremdsprachen-Syndrom betroffene Britin macht nun eine Sprechtherapie, weil sie wieder so klingen möchte wie früher. Was anfangs ganz lustig war, geht ihr nämlich mittlerweile gehörig auf die Nerven.
Bayerns Kulturminister Spaenle (CSU) will die Rolle von Türkisch als Fremdsprache in Gymnasien stärken.«Ziel muss sein, Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren», so Spaenle gestern in München.
Türkische Gymnasien, wie vom türkischen Ministerpräsidenten kürzlich als Apell an Bundeskanzlerin Merkel geäussert, lehnt Spaenle hingegen ab.
Er sieht alle Bestrebungen dahingehend als “einen Schritt in die Parallelgesellschaft”. An einem Gymnasium in München ist es bereits jetzt möglich, Türkisch als dritte Fremdspare ab der zehnten Klasse zu belegen. Ähnlich wie bei den ebenfalls an bayrischen Gymnasien angebotenen Fremdsprachen Italienisch, Russisch, Spanisch und Chinesisch können die Schüler hier die mündliche Abiturprüfung in Türkisch ablegen. Spaenle betont jedoch auch, dass ausserhalb der Ballungszentren München und Nürnberg bislang keine große Nachfrag an Türkisch als Fremdsprache bestünde. die Anzahl der Schüler, die in Bayern bislang Türkisch als Fremdsprache belegen, liege im zweistelligen Bereich. Kulturminister Spaenle stellte die These auf, dass sich dies vielleicht auch analog zum Henne-Ei-Problem erklären liesse: wo keine Lehrer, da auch keine Schüler.