Bayerns Kulturminister Spaenle (CSU) will die Rolle von Türkisch als Fremdsprache in Gymnasien stärken.«Ziel muss sein, Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren», so Spaenle gestern in München.
Türkische Gymnasien, wie vom türkischen Ministerpräsidenten kürzlich als Apell an Bundeskanzlerin Merkel geäussert, lehnt Spaenle hingegen ab.
Er sieht alle Bestrebungen dahingehend als “einen Schritt in die Parallelgesellschaft”. An einem Gymnasium in München ist es bereits jetzt möglich, Türkisch als dritte Fremdspare ab der zehnten Klasse zu belegen. Ähnlich wie bei den ebenfalls an bayrischen Gymnasien angebotenen Fremdsprachen Italienisch, Russisch, Spanisch und Chinesisch können die Schüler hier die mündliche Abiturprüfung in Türkisch ablegen. Spaenle betont jedoch auch, dass ausserhalb der Ballungszentren München und Nürnberg bislang keine große Nachfrag an Türkisch als Fremdsprache bestünde. die Anzahl der Schüler, die in Bayern bislang Türkisch als Fremdsprache belegen, liege im zweistelligen Bereich. Kulturminister Spaenle stellte die These auf, dass sich dies vielleicht auch analog zum Henne-Ei-Problem erklären liesse: wo keine Lehrer, da auch keine Schüler.