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Türkische Gymnasien in Deutschland?

Der türkische Ministerpräsident hat in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel türkische Gymnasien und unter Umständen auch Türkische Unis für Deutschland gefordert.
Sofort war der Aufschrei unter den Konservativen groß: “Der” solle erstmal Kirchen in der Türkei bauen und deutsche Schulen in der Türkei zulassen, dann könne man weiterdiskutieren. Doch gibt es die nicht schon längst? In der Türkei existieren 450 katholische und evangelische Gemeinden, drei dieser Gemeinden werden sogar von deutschen Pfarrern geleitet. Es gibt drei Niederlassungen des deutschen Gothe-Instituts, eine deutsch-türkische Uni und mehrere deutsche Schulen.
Dieser Kritikpunkt ist also haltlos. doch würden deutsche Schulen in Deutschland wirklich der besseren Integration von Türken in Deutshcland dienen? Jüngste wissenschaftliche Studien haben nun nachgewiesen, dass es enorm wichtig ist, dass gerade Grundschüler die Sprache, in der sie lernen, gut beherrschen. Die meisten Kinder von Einwanderern der zweiten oder dritten Generation können weder richtig deutsch noch richtig türkisch. Für diese Kinder wäre es also ein Vorteil, wenn sie, zumindest in den ersten Schuljahre, auf Türkisch unterrichtet werden könnten. Dann hätten sie auch nicht soviele frustrationsfördernde Schulerlebnisse. Deutshc kann diesen Kindern dann in auf das jeweilige Niveaus der Schüler angepassten Unrterrichtsstunden vermittelt werden. So würden viele Schüler nicht schon im Grundschulalter den Spaß an der Schule verlieren.
Ich denke, die Forderung von türkischen Schulen in Deutschland sollte tiefer betrachtet werden, man könnte dafür wertvolle Impulse zur Integration von Türken in Deutschland in Gang setzen.

Weg mit den Anglizismen!

“Mädchentag” statt “Girls Day”, “Autoteilen” statt “Car Sharing” – viele dieser Anglizismen sind der Unionsfration im Bundestag ein Dorn im Auge. Anglizismen sollen zurückgedrängt, die deutsche Sprache wieder eine tragende Rolle einnehmen.
Der Hauptgrund dieser Forderung einiger Unionspolitiker ist, dass Anglizismen doch von weniger Menschen verstanden werden als von der werbetreibenden Industrie angenommen. Ältere, Migranten, aber auch Ostdeutsche, die in der Schule statt Englisch Russisch lernen mussten haben bei “Call&Surf Service Center” und Co. oft das Nachsehen.
Das Positionspapier der Unionspolitiker, das nun vorgelegt wurde, besteht aus drei Hauptforderungen. Zum einen sollen Gesetzestexte, Kampagnen und andere Veröffentlichungen der Bundesregierung in “verständlichem Deutsch” abgefasst sein. Aus dem Girls Day könnte der “Mädchentag” werden.
Der zweite Punkt des Positionspapiers besagt, dass Unternehmen, an denen die deutsche Bundesregierung beteiligt ist, also in etwa die Bahn oder die deutsche Telekom, ihre Texte und Kampagnen “auch in gutem Deutsch” abzufassen haben.
Das heisst, das in etwa das “Call and Surf Comfort Paket” der Telekom künftig mit einem deutschen “Untertitel” versehen werden muss.
Der dritte Punkt ist ein Aufruf an die Wirtschaft, die künftig Bedienungsanleitungen oder Formulare in deutscher Sprache vorlegen soll. Aus dem “Enter” Knopf könnte der “Eingabe” Knopf werden.
Wenn diese Forderung umgesetzt wird, was zu hoffen ist, dann wird man wohl bald von unsäglichen Angliszismen wie “Shopping Mall Center Management” (in vielen Einkaufszentren), die auch vielen Menschen, die der englischen Sprache mächtig sind, übel aufstossen, verschont bleiben.
Fremdsprache-Erlernen.de meint dazu:
Go, Bundesregierung, go! Oder, neu: Los, Bundesregierung, los, macht hinne!